Ansprechpartner Fr. Ripperda, bzw. Bürgermeister B. Drentker.
Wettruper Gemeindewappen
Auf dem diesjährigen Scheiben schiessen wurde das neue Wettruper Gemeindewappen vorgestellt. Es wurde nicht wie erwartet ein Einzelvorschlag aus den vielen Vorschlägen als Wappen genommen, sondern aus einer Vielzahl von guten Vorschlägen wurde dies neu zusammen gestellt. Die besten 3 Vorschläge wurden von der Gemeinde mit einem Geldbetrag prämiert. Hierbei ergab sich folgende Rangfolge:
Martin Schlump
Jürgen Schlump
Familie Karotki

Die
Beschreibung (Blasonierung) des Wappens:In Blau ein goldener
Göpel, oben links begleitet von drei goldenen Ähren, oben rechts von einem säulenförmigen goldenem Fundament, unten eine goldene Spitze, belegt mit einem von zwei blauen Eichenblättern begleiteten bewurzelten blauen Baum.Zur Geschichte der Ähre:
Die Ähre ist die Verbindung des Dorfes mit der Landwirtschaft Haupt Gewerbe des Ortes war und ist die Landwirtschaft. Die Ähren sollen dies und die Fruchtbarkeit des Bodens symbolisieren.
Zur Geschichte des Dreiherrenstein:
Einige Kilometer von den Dörfern Dohren, Wettrup und Grafeld entfernt befindet sich in einem ehemals von Büschen durchsetzten Grünlandgebiet dieser Grenzstein. Es handelt sich um einen in der Eiszeit durch die Gletscher weit aus dem Nordenherbeigeführten Findlingsblock von ehemals reichlich Manneshöhe Er tragt die Jahreszahl 1652. Der Dreiherrenstein diente der Markierung der Hoheitsgebiete von drei Landesherren Dieses waren der Fürstbischof von Münster, der Bischof von Osnabrück und der Fürst von Oranien, der einst Besitzer der Nieder- und Obergrafschaft von Lingen war. Hier stießen die früheren Kreise Meppen, Lingen und Osnabrück zusammen und damit die Gemarkungen der Gemeinden Dohren, Wettrup und Grafeld. Schon vor mehr als 1200 Jahren war die Gegend um den Dreiherrenstein Grenzgebiet, denn hier berührten sich drei Gaue Im Norden Agrardigau mit Meppen, im Osten der Fahnengau mit Mittelpunkt Ankum und im Westen der Venkigau mit Freren und Emsbüren. Im Schnittpunkt dieser drei Gaue lag einst das weite unpassierbare Hahnenmoor als Grenzscheide. Der Grund zur Setzung des Dreiherrensteins war möglicherweise folgender: Im Jahre 1648 war in Münster und Osnabrück der Westfälische Frieden geschlossen worden, der den dreißigjährigen Krieg beendete und eine Neuordnung Deutschlands zur Folge hatte. Sie bestimmte unter anderem, dass die Grafschaft Lingen, ein alter Besitz des Grafen von Tecklenburg, der durch den Schmalkaldischenkrieg (1546/74) an die Niederlande gekommen war, in Zukunft Eigentum des Prinzen von Oranien sein sollte. Die Oranier waren Erbstatthalter von Holland. Zwischen ihnen und dem Fürstbischof von Münster, Christof-Bernhard von Galen (1650 1678), herrschten keine freundschaftlichen Beziehungen. Dabei mochte es sich empfehlen, von vorneherein etwaigen Streitigkeiten durch Schaffung klarer Verhältnisse vorzubeugen. Dieser Gedanke führte wahrscheinlich dazu, dass im Jahre 1652 der Dreiherrenstein aufgerichtet wurde 300 Jahre nach Errichtung des Grenzsteins wurde der Dreiherrenstein auf einem festen Fundament neu aufgestellt und am 19.10.1952 eingeweiht.
Die Geschichte der Pius-Eiche:
Vor der Kirche in Wettrup steht eine mächtige Eiche. Sie hat in einem Meter Höhe einen Umfang von 3,40 m und einen Kronendurchmesser von 20 m. Die Inschrift auf einem behauenen Sandstein besagt, daß die Eiche im Jahre 1876 zum Andenken an das 30jährige Papstjubiläum seiner Heiligkeit Pius IX gepflanzt wurde. Der Vater von Clemens Lampen erzählte, daß die Eiche von Luiskers Opa seinem späteren Schwiegervater gepflanzt worden sei. Bernhard Niemann und er sei Messdiener gewesen und von Luiskers Opa aufgefordert worden, den jungen Stamm beim Einpflanzen gerade zu halten. Sie könnten dann spater sagen, daß sie beim Pflanzen des Baumes dabei gewesen seien Sein Vater wäre damals 10 Jahre alt gewesen, Heinrich Luisker etwa 35 Jahre. Allem Anschein nach hat Luisker den jungen Baum wohlüberlegt ausgesucht, denn er ist im Frühjahr immer 8-10 Tag früher grün als die anderen Eichen. Deswegen fällt er im Frühjahr angenehm ins Auge. Der H. Luisker hatte auf seinem Hof viele Holzarten und Eichen stehen. Das war damals für Wettruper Verhältnisse ungewöhnlich. Von seinen schönen Eichenbeständen ist leider fast nichts übrig geblieben.